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Medienbildung

Medienbildung

Unsere digitale Ausstattung

Seit dem Schuljahr 2018/19 stehen sowohl dem Kollegium als auch den Klassen in den dritten und vierten Jahrgängen Tablets als digitale Endgeräte zur Verfügung. Mit Beginn des Schuljahres 2024/25 können nun auch die Klassen in den Jahrgängen 1 und 2 auf eine angemessene Anzahl digitaler Endgeräte im Unterricht zurückgreifen.In den Klassenräumen aller Jahrgänge befinden sich 75-Zoll-Flachbildschirme, die neben den herkömmlichen Kreidetafeln als interaktive Präsentationsflächen genutzt werden. Das gesamte Schulzentrum verfügt über eine schnelle Glasfaser-Internetversorgung mit einem Gigabit pro Sekunde und flächendeckendes WLAN.

Medienkompetenzentwicklung als Bildungsauftrag der Schule

In unserer hochtechnologisierten Welt ist es wichtig, dass Kinder den sicheren und sinnvollen Umgang mit dem Internet sowie mit digitalen Endgeräten lernen. Für viele von ihnen beginnt der Umgang mit Handy, Tablet & Co bereits in frühester Kindheit. Das bedeutet aber nicht, dass sie dabei automatisch die nötige Medienkompetenz erwerben! Unsere Schule leistet ihren Beitrag dazu, damit unsere Schülerinnen und Schüler im Verlauf der Grundschulzeit diesen verantwortungsbewussten Umgang mit digitalen Medien altersgerecht und kontinuierlich einüben können.

Auf der Grundlage des Medienkompetenzrahmen NRW wurde ein schulinternes Medienkonzept entwickelt, mit dem die systematische Förderung verschiedener Kompetenzbereiche in den unterschiedlichen Jahrgängen und Fächern angestrebt wird. Dabei ist es unser oberstes Ziel, unsere Schülerinnen und Schüler zu selbstbewussten, aber auch kritischen Mediennutzern zu erziehen. Dementsprechend setzen wir die zur Verfügung stehenden Tablets so ein, dass sie den Unterricht in bestimmten Lernsituationen bereichern und neue Lernchancen eröffnen. Da wir den Einsatz digitaler Medien als sinnvolle Ergänzung und nicht als Ersatz für den klassischen Unterricht ansehen, achten wir allerdings darauf, ihn richtig zu dosieren.

Medienbildung in den Klassen 1 und 2

Bereits ab dem 1. Schuljahr lernen die Schülerinnen und Schüler das Tablet als ein wichtiges Arbeitsgerät kennen. Neben der Nutzung der herkömmlichen Kreidetafel ermöglicht das Lehrer-Tablet in Kombination mit dem vorhandenen Flachbildschirm die optimale Veranschaulichung von Lerninhalten und die Durchführung motivierender, interaktiver Übungen, beispielsweise während Wiederholungs-, Erarbeitungs- oder Reflexionsphasen des Unterrichts. Darüber hinaus stehen allen Klassen der Jahrgänge 1 und 2 zusätzliche Tablets zur Verfügung, die von den Kindern im Rahmen der individuellen Förderung und Wochenplanarbeit im Unterricht genutzt werden können.

Medienbildung in den Klassen 3 und 4

Im Verlauf des 1. Halbjahres werden die Schülerinnen und Schülern des 3. Jahrgangs im Rahmen einer Unterrichtseinheit gezielt im Umgang mit dem Tablet geschult. Mit passenden Übungen und Aufgaben wird ihr Wissen überprüft, aktiviert und gefestigt. Dabei lernen sie beispielsweise nicht nur verschiedene Hardware und Software kennen, sondern auch wie man eine Software zur Textherstellung nutzt, sicher im Internet nach Informationen recherchiert und hierbei das Urheberrecht beachtet. Sehr viel Wert legen wir darauf die Kinder für die Themen „Wahrung der Persönlichkeitsrechte im Internet“ und „Medien und Freizeit“ zu sensibilisieren.

Aufbauend auf dieser Unterrichtseinheit wird das Tablet von nun an zu vielfältigen Lernanlässen in den Klassen 3 und 4 benutzt.

Zum Beispiel:

  • Recherchen zum Thema Wald, um Wandplakate und kleine Referate zu Waldtieren vorzubereiten und diese mit passenden Sachfilmen zu unterlegen
  • Erstellen von Mindmaps
  • Erstellen von E-Books zu verschiedenen Themen
  • Erstellen von Versuchsprotokollen zu verschiedenen Themen des Sachunterrichts, die selbsterstellte Fotos oder Demonstrationsvideos enthalten
  • Herstellen von Audioaufnahmen zur Verbesserung der Vorlesefertigkeit im Deutschunterricht oder der Aussprache im Englischunterricht
  • Erstellen von Comics oder Filmen im Kunst- und Deutschunterricht
  • Spielerisches Überprüfen des Wissenserwerbs zu bestimmten Themen mit Hilfe von Quiz-Apps
  • Arbeit mit Lern-Apps in Kombination mit gezielten Arbeitsaufträgen und vertiefenden Übungen

Programmieren in der Grundschule

Um den Kompetenzbereich „Programmieren – Problemlösen und Modellieren“ abdecken zu können, steht uns mittlerweile ein differenziertes Angebot von Lernwerkzeugen aus dem Bereich der Robotik zur Verfügung.

Ozobots: Ozobots sind kleine, fahrende Roboter, die mithilfe von Farbcodes gesteuert werden. Sie ermöglichen den Kindern erste spielerische Erfahrungen in der Welt des Programmierens.

Lego Education Sets: Diese Sets setzen auf die Kombination von Legosteinen und kleinen Programmierungsaufträgen. In Zweierteams können die Schülerinnen und Schüler wie kleine Bauingenieure Konstruieraufträge lösen. Zuerst werden mit Legosteinen und zusätzlichen kleinen Motoren oder Farbsensoren Modelle gebaut, die im Anschluss mit Hilfe einer zugehörigen App programmiert werden.

Calliope mini: Der Calliope mini ist ein kleiner, programmierbarer Einplatincomputer, mit dem man viele abwechslungsreiche und spannende Programmierprojekte verwirklichen kann. Dazu gehören beispielsweise das Programmieren einer Stoppuhr, eines Mini-Countdowns, eines Morsegerätes oder eines Einmaleins-Kopfrechentrainers.

Mit Hilfe dieser Lernwerkzeuge können sowohl im Unterricht als auch in Arbeitsgemeinschaften aktiv-entdeckende sowie handlungs- und problemorientierte Lernprozesse angestoßen werden. Auf diese Weise erhalten unseren Schülerinnen und Schüler frühzeitig die Möglichkeit, kindgerechte Grunderfahrungen im Bereich Coding/Programmieren zu sammeln und die Herausforderungen der digitalen Welt von morgen anzunehmen.

Besuch der Digitalwerkstatt des NRW-Schulministeriums

Eine ganz besondere Woche durften wir vom 16.09. bis 20.09.2019 an unserer Schule erleben. In dieser Zeit befand sich direkt auf unserem Schulhof die Digitalwerkstatt des NRW-Schulministeriums, die mit Hilfe eines Sattelschleppers dort platziert worden war. Unsere Schule war als einzige im Kreis Höxter dazu ausgewählt worden. Während dieser Woche erhielten die Kinder des 3. und 4. Jahrgangs die Möglichkeit, vielfältige Erfahrungen im kreativen Umgang mit Tablets zu sammeln. So konnten sie in unterschiedlichen Workshops eigene Stop-Motion-Filme und E-Books herstellen sowie erste Erfahrungen im Programmieren von eigenen Spielen oder selbstgebauten Robotern sammeln. Aber auch dem Kollegium bot sich durch die Teilnahme an mehreren Fortbildungen die Chance, wichtige Einblicke zu gewinnen, wie man das Tablet gewinnbringend im Unterricht einsetzen kann. Darüber hinaus wurden auch die Eltern mit in das Projekt einbezogen. Bei einem Informationsabend zum Thema „Medienkonsum“ erhielten sie wichtige Hinweise und Tipps, wie sie ihr Kind beim Erwerb kritischer Medienkompetenzen sowie im sicheren Umgang mit dem Internet unterstützen können. Abgerundet wurde die Projektwoche mit der offiziellen Abschlussveranstaltung, bei der unsere Schülerinnen und Schüler ihre neu erworbenen Fähigkeiten demonstrieren konnten. Viele interessierte Eltern und Vertreter der Stadtverwaltung hatten sich versammelt, um den Kindern zuzuschauen, wie sie voller Stolz ihre selbstständig erstellten digitalen Produkte präsentierten.

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